Praktische Ausbildung


Jeder einzelne Weiterbildungsteilnehmer Übernimmt nach der Zwischenprüfung durchschnittlich 7 bzw. 5 Patientenbehandlungen pro Jahr. Das entspricht insgesamt also ~300 bzw. ~200 Behandlungsstunden pro Jahr bei einer durchschnittlichen Behandlungsfrequenz von 1 x wöchentlich. Es werden also 1-2 Tage Vollzeit-Ambulanztätigkeit einzuplanen sein, bzw. entsprechend mehr Tage bei weniger Behandlungsstunden pro Tag.

Sobald die Ambulanztätigkeit aufgenommen werden soll, wird unsere Ambulanzbetreuerin oder der Ambulanzleiter mit den Ausbildungskandidaten die Behandlungstermine absprechen und entsprechende Patienten zuweisen.

Es kann eine Gruppenbehandlung mit max. 20 Doppelstunden durchgeführt werden. Jeder einzelne Weiterbildungsteilnehmer hat pro Monat zwei bzw. drei Jahre lang 7 bzw. 5 Patienten mit ca. 28 bzw. 20 Behandlungsstunden beim Supervisor in der Einzel- und Gruppensupervision vorzustellen hat. Hierbei wird sichergestellt, daß die Supervision, wie gefordert, möglichst regelmäßig auf die Behandlungsstunden verteilt wird.

Praktische Ausbildung (§ 4 PsychTh-APrV)

  1. Die praktische Ausbildung nach § 1 Abs. 3 Satz 1 (PsychTh-APrV) ist Teil der vertieften Ausbildung in Verhaltenstherapie und dient dem Erwerb sowie der Vertiefung von Kenntnissen und praktischen Kompetenzen bei der Behandlung von Patienten mit Störungen mit Krankheitswert nach § 1 Abs. 3 Satz 1 des Psychotherapeutengesetzes. Sie umfaßt mindestens 600 Behandlungsstunden unter Supervision mit mindestens 10 Patientenbehandlungen sowie mindestens 150 Supervisionsstunden, von denen mindestens 50 Stunden als Einzelsupervision durchzufÜhren sind.

  2. Der Ausbildungsteilnehmer wird hierbei in verschiedenen Bereichen der praktischen Krankenbehandlung mit Verhaltenstherapie nach Maßgabe der Verfahren und Methoden der Psychotherapie-Richtlinien ausgebildet. Hierbei sind die Erkrankungen nach der ICD-10 maßgeblich.

  3. Die in Absatz 1 Satz 2 genannten Supervisionsstunden sind bei mindestens drei Supervisoren abzuleisten und auf die Behandlungsstunden regelmäßig zu verteilen. Die Supervision erfolgt durch Supervisoren, die von der Hochschule oder der KLVT GmbH anerkannt sind. Bei Gruppensupervision soll die Gruppe aus vier Teilnehmern bestehen. Für die Supervisionsausbildung besteht Anwesenheits- und Protokollpflicht.

  4. Die Zuweisung von Behandlungsfällen hat zu gewährleisten, daß die Ausbildungsteilnehmer Über das Spektrum von Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist, eingehende Kenntnisse und Erfahrungen erwerben (s.o.).

  5. Während der praktischen Ausbildung hat der Ausbildungsteilnehmer mindestens 10 anonymisierte schriftliche Falldarstellungen Über eigene Patientenbehandlungen, die unter Supervision stattgefunden haben, zu erstellen. Die Falldarstellungen haben die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu berücksichtigen, die Diagnostik, Indikationsstellung und eine Evaluation der Therapieergebnisse mit einzuschließ en, ein ätiologisch orientiertes Krankheitsverständnis nachzuweisen sowie den Behandlungsverlauf und die Behandlungstechnik in Verbindung mit der Theorie darzustellen. Sie unterliegen der Beurteilung durch den zuständigen Supervisor.

  6. Die verhaltenstherapeutischen Behandlungen durch den Ausbildungsteilnehmer finden statt:
    • in den der KLVT GmbH angeschlossenen Ambulanzen
    • in einer von der KLVT GmbH autorisierten Lehrpraxis
    • in einer klinischen Einrichtung, die mit der KLVT GmbH kooperiert.
  7. Jede Behandlung, die im Rahmen der Ausbildung durchgeführt werden soll, ist vorher im Ausbildungsinstitut und bei dem zuständigen Supervisor anzumelden.

  8. Zu den Supervisoren hat der Ausbildungsteilnehmer keine verwandtschaftlichen Beziehungen und steht in keinem wirtschaftlichen oder dienstlichen Abhängigkeitsverhältnis.

  9. Von den durchgeführten und dokumentierten Behandlungen sind mindestens zwei Falldarstellungen der KLVT GmbH als Prüfungsfälle vorzulegen.